Motorrad-Nockenwellen umschleifen

Motorrad-Nockenwellen umschleifen

Nockenwellen umschleifen -unser Service für viele japanische, italienische und englische Motorrad Serien-Nockenwellen
 


Wichtige Hinweise!

Nach dem Erhalt Ihrer Nockenwellen werden diese Nockenwellen neu profiliert und oberflächenvergütet (plasmanitriert).
Wir liefern Ihnen also grundsätzlich nur exakt Ihre angelieferten Wellen nach der Behandlung zurück.
Ein Austausch gegen (sowieso nicht vorhanden Lagerware) findet nicht statt!

Um das entscheidende Mehr an Nockenhub und Steuerzeit zu erreichen wird u.a. der
Grundkreis der Nocken im vertretbaren Bereich durchmesserreduziert.
Das generelle Ergebnis: deutlich mehr Spitzenleistung und Drehmoment!
Die eingestellte Spreizung (Lobe Center) der Einlass- wie der Auslassnockenwelle
bestimmt das Leistungsverhalten letztendlich entscheidend.

Grundsätzlicher Hinweis:
Ohne eine präzise Anpassung der Einspritzwerte (oder der Vergaserabstimmung bei älteren Motorradmodellen) kann niemals das volle Potential der neuen Nockenprofile realisiert werden!

Bitte überprüfen Sie

  • ob die ausgesuchten Ventilhübe realistisch sind (Platz zwischen Ventilschaftabstreifer und Ventilteller bei maximalem Ventilhub!)
  • ob die Sicherheitsabstände (Ventilteller zu den Kolbentaschen) bei 10-12° vor bzw. nach OT eingehalten werden (-siehe unsere Nockenwellen Verbau-Anleitung unter Downloads!)
  • ob die Ventilfedern bei maximalem Ventilhub mindestens 0,9 -1,0 mm vor "Block" sind!


Bei Unsicherheiten und Fragen kontaktieren Sie uns besser vor der Auftragsvergabe!

Telefon: 06205-2877-53 + 54
eMail: info@kainzinger.com


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass verbaute und verwendete Tuning-Bauteile oder vorgenommene Tuning-Arbeiten ohne
TÜV-Gutachten / EG-ABE zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des KFZ führen.


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Wichtige Hinweise zum Nockenwelleneinbau/Verbau/
Einstellen der Steuerzeiten

 


Beim Einbauen/Verbauen von überarbeiteten Nockenwellen oder Sportnockenwellen
beachten Sie bitte dringend folgende Hinweise:



1. Überprüfen Sie zusätzlich den Platz zwischen Kolben und Ventilen im Überschneidungs-OT, d.h., im Einlassbereich bei 10-12 Grad nach OT sowie im Auslassbereich bei 10-12 Grad vor OT.
Mindestabstand bei gängigen 600 ccm Motoren: Einlass 0,80 mm, Auslass 1,60 mm
     Wenn Sie die absolut notwendigen Sicherheitsabstände nicht erreichen, setzen Sie die Ventiltaschen tiefer oder/und stellen Sie die Steuerzeiten so ein, dass die Ventile entsprechend weniger Aushub im OT haben (größere Spreizung!)
Nehmen Sie diese Überprüfung an allen Kolben vor, da immer Ungenauigkeiten auftreten, z.B. durch die rein geschmiedete Oberfläche von Kolben.

2. Überprüfen Sie den Platz zwischen Kolben und Ventilen im oberen Totpunkt.  Mindestabstand: Einlass 1,0 mm, Auslass 1,5 mm.

3. Überprüfen Sie den Platz zwischen den Tellern der gegenüberliegenden Aus- und Einlassventilteller im oberen Totpunkt,  wenn Einlass- wie Auslassventile geöffnet sind.  Falls notwendig, setzen Sie die Ventilsitze entsprechend tiefer oder ändern Sie die Spreizung. (Mindestabstand bei gängigen 900 - 1100 ccm Motoren:1,5 mm).

4. Überprüfen Sie den Platz zwischen den Ventilfedertellern und Ölabstreifern bei maximalem Ventilhub.  Falls notwendig, setzen Sie die Ventilführungen tiefer oder ersetzen Sie diese durch geeignete Führungen oder/und arbeiten Sie mit speziellen Ventiltellern.

5. Überprüfen Sie die Ventilfedern bei maximalem Ventilhub.  Der Abstand, bevor die Federwindungen auf Block gehen, sollte mindestens 0,95 mm sein.

6. Beachten Sie, dass die einzelnen Nocken der verbauten Nockenwellen (mit den neuen Profilen) wie auch Schlepphebel oder Tassenstößel den notwendigen Freigang im Zylinderkopf wie auch in der Zylinderkopfhaube haben müssen.

7. Bei Motoren mit Schlepphebeln müssen neue oder nachpolierte Schlepphebel verwendet werden.  Geben Sie reichlich Molybdän-Paste auf Nocken sowie Tassenstößel bzw. Schlepphebel.

8. Sorgen Sie dringend dafür, dass bei Vergasermotoren die Schwimmerkammern der Vergaseranlage gefüllt sind, bevor Sie einen Startvorgang einleiten. Der 
Motor sollte sofort starten und auch sofort auf Drehzahlen über 2.000 U/min. gehalten werden, damit speziell die Nockenschmierung sichergestellt ist.

9. Wichtige, zusätzliche Anmerkungen zu Motoren mit Schlepphebeln (z.B. Suzuki GSXR 750/1100 -ohne die W-Modelle, Kawasaki ZX-10, ZZR 1100 etc.)
Bei diesen Motoren tritt nur dann ein höherer und absolut unnötiger Verschleiß im Bereich der Nocken und Schlepphebel auf, wenn diese Motoren nach dem Kaltstart im Leerlauf  (mit oder ohne Choke) vor sich hinbrabbeln, der Fahrer derweil sich gemütlich fertig anzieht, noch quatscht oder es fälschlicherweise dahingehend „gut meint“, dass der Motor im Leerlauf erst angewärmt werden soll!

Dieses Vorgehen ist für den Nocken- und Schlepphebelbereich  derartiger  Motoren extrem schädlich, da die Schmierung im Kaltzustand plus bei Leerlaufdrehzahl in diesen kritischen Bereichen nicht zufriedenstellend bzw. eigentlich fast überhaupt nicht funktioniert.

Schlussfolgerung:      
Fertig anziehen und sofort nach dem Starten des Motors wegfahren und die Drehzahl -bis das Motorenöl "warmgefahren" ist- möglichst nicht unter 2.000 U/min. fallen lassen!

Ironischerweise haben die sogenannten „Heizer“ in der Regel wenig Nockenwellen- und Schlepphebelprobleme!

 


Dies sind erstgemeinte Hinweise!