Motorrad-Nockenwellen, neu

Motorrad-Nockenwellen, neu

Motorrad-Nockenwellen, neu gefertigt aus hochfestem und
gehärtetem Stahl oder aus Gußrohlingen

 



Wir haben mittlerweile ein relativ großes Programm an aus Stahl oder Gußrohlingen gefertigten Nockenwellen für Motorräder, bei denen das Umschleifen deren Seriennockenwellen keinen vernünftigen Leistungszuwachs ermöglicht.

Gründe die gegen das Umschleifen sprechen:

  • eine zu geringe Differenz zwischen Nockenwellen-Lagerdurchmesser zum Nockengrundkreisdurchmesser (Yamaha R1 98-03 als Beispiel)
  • eine zu geringe Differenz zwischen Nockenwellenkerndurchmesser zum Nockengrundkreisdurchmesser
  • eine zu große Differenz zwischen vorhanden Hub plus Steuerzeiten zu dem gewünschten Hub und den gewünschten Steuerzeiten (Material „aufschleifen“ geht nicht!)
  • Bruchgefahr von sehr leichten, grazilen Gussnockenwellen nach dem Umschleifen bei gleichzeitiger Maximaldrehzahlerhöhung (Honda SP1/2  RC51)

Die neuen Nockenwellen aus Stahl sind gehärtet und die aus Gussrohlingen gefertigten Nockenwellen oberflächenvergütet (plasmanitriert).

Die hier in den jeweiligen Unterkategorien angegebenen Nockenwellendaten können bei einer Sonderanfertigung –sofern technisch machbar und sinnvoll- erheblich modifiziert werden.

  • Bei Gussrohlingen in dem Rahmen, den der Rohling zulässt.
  • Bei aus dem „vollen Stahl“ gefertigten Stahlnockenwellen in Sonderanfertigung sind dann nahezu keine Grenzen gesetzt!
     

Sonderanfertigungen jedweder Art –sofern technisch machbar- können mit
Lieferzeiten von 6-12 Wochen gefertigt werden.


Allerdings ist zu überprüfen

  • ob die ausgesuchten Ventilhübe realistisch sind (Platz zwischen Ventilschaftabstreifer und Ventilteller bei maximalem Ventilhub!)
  • ob die Sicherheitsabstände (Ventilteller zu den Kolbentaschen) bei 10-12° vor bzw. nach OT eingehalten werden (-siehe unsere Nockenwellen Verbau-Anleitung unter Downloads!)
  • ob die Ventilfedern bei maximalem Ventilhub mindestens 0,9 -1,0 mm vor "Block" sind!

Bei Unsicherheiten und Fragen kontaktieren Sie uns besser vor der Auftragsvergabe!

Telefon: 06205-2877-53 + 54
eMail: info@kainzinger.com
 


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass verbaute und verwendete Tuning-Bauteile oder vorgenommene Tuning-Arbeiten ohne
TÜV-Gutachten / EG-ABE zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des KFZ führen.


Weitere Unterkategorien:


Wichtige Hinweise zum Nockenwelleneinbau/Verbau


 

Beim Einbauen/Verbauen von neuen Sportnockenwellen beachten Sie bitte dringend folgende Hinweise:


1. Überprüfen Sie zusätzlich den Platz zwischen Kolben und Ventilen im Überschneidungs-OT, d.h., im Einlassbereich bei 10-12 Grad nach OT sowie im Auslassbereich bei 10-12 Grad vor OT.
Mindestabstand bei gängigen 600 ccm Motoren: Einlass 0,80 mm, Auslass 1,60 mm
     Wenn Sie die absolut notwendigen Sicherheitsabstände nicht erreichen, setzen Sie die Ventiltaschen tiefer oder/und stellen Sie die Steuerzeiten so ein, dass die Ventile entsprechend weniger Aushub im OT haben (größere Spreizung!)
Nehmen Sie diese Überprüfung an allen Kolben vor, da immer Ungenauigkeiten auftreten, z.B. durch die rein geschmiedete Oberfläche von Kolben.

2. Überprüfen Sie den Platz zwischen Kolben und Ventilen im oberen Totpunkt.  Mindestabstand: Einlass 1,0 mm, Auslass 1,5 mm.

3. Überprüfen Sie den Platz zwischen den Tellern der gegenüberliegenden Aus- und Einlassventilteller im oberen Totpunkt,  wenn Einlass- wie Auslassventile geöffnet sind.  Falls notwendig, setzen Sie die Ventilsitze entsprechend tiefer oder ändern Sie die Spreizung. (Mindestabstand bei gängigen 900 - 1100 ccm Motoren:1,5 mm).

4. Überprüfen Sie den Platz zwischen den Ventilfedertellern und Ölabstreifern bei maximalem Ventilhub.  Falls notwendig, setzen Sie die Ventilführungen tiefer oder ersetzen Sie diese durch geeignete Führungen oder/und arbeiten Sie mit speziellen Ventiltellern.

5. Überprüfen Sie die Ventilfedern bei maximalem Ventilhub.  Der Abstand, bevor die Federwindungen auf Block gehen, sollte mindestens 0,95 mm sein.

6. Beachten Sie, dass die einzelnen Nocken der verbauten Nockenwellen (mit den neuen Profilen) wie auch Schlepphebel oder Tassenstößel den notwendigen Freigang im Zylinderkopf wie auch in der Zylinderkopfhaube haben müssen.

7. Bei Motoren mit Schlepphebeln müssen neue oder nachpolierte Schlepphebel verwendet werden.  Geben Sie reichlich Molybdän-Paste auf Nocken sowie Tassenstößel bzw. Schlepphebel.

8. Sorgen Sie dringend dafür, dass bei Vergasermotoren die Schwimmerkammern der Vergaseranlage gefüllt sind, bevor Sie einen Startvorgang einleiten. Der 
Motor sollte sofort starten und auch sofort auf Drehzahlen über 2.000 U/min. gehalten werden, damit speziell die Nockenschmierung sichergestellt ist.

9. Wichtige, zusätzliche Anmerkungen zu Motoren mit Schlepphebeln (z.B. Suzuki GSXR 750/1100 -ohne die W-Modelle, Kawasaki ZX-10, ZZR 1100 etc.)
Bei diesen Motoren tritt nur dann ein höherer und absolut unnötiger Verschleiß im Bereich der Nocken und Schlepphebel auf, wenn diese Motoren nach dem Kaltstart im Leerlauf  (mit oder ohne Choke) vor sich hinbrabbeln, der Fahrer derweil sich gemütlich fertig anzieht, noch quatscht oder es fälschlicherweise dahingehend „gut meint“, dass der Motor im Leerlauf erst angewärmt werden soll!

Dieses Vorgehen ist für den Nocken- und Schlepphebelbereich  derartiger  Motoren extrem schädlich, da die Schmierung im Kaltzustand plus bei Leerlaufdrehzahl in diesen kritischen Bereichen nicht zufriedenstellend bzw. eigentlich fast überhaupt nicht funktioniert.

Schlussfolgerung:      
Fertig anziehen und sofort nach dem Starten des Motors wegfahren und die Drehzahl -bis das Motorenöl "warmgefahren" ist- möglichst nicht unter 2.000 U/min. fallen lassen!

Ironischerweise haben die sogenannten „Heizer“ in der Regel wenig Nockenwellen- und Schlepphebelprobleme!

 


Dies sind erstgemeinte Hinweise!